Zollbeamte: Welche Versicherungen sind nötig?

Beamter in Zoll Uniform
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Als Zollbeamter oder als Zollanwärter auf den Beamtenstatus beim Zoll sollte man sich nicht nur mit den Vorteilen des Status als Beamter befassen, sondern auch mit den passenden Versicherungen, die die neuen Versorgungslücken beim Zollbeamten schließen. Deswegen ist es ganz besonders wichtig, sich umfassend mit dem Thema Beamtenversicherung auseinanderzusetzen. Wichtige Versicherungen sind nicht nur für Krankheitsfälle (Restkostenversicherung oder beihilfekonforme Krankenversicherung), Dienstunfähigkeit, sondern auch bei drohenden Fehlern (Diensthaftpflicht oder Amtshaftpflicht) zu beachten. Wenn auch Sie den Versicherungsschutz bis heute nicht als relevant betrachtet haben, dann sollten Sie sich spätestens mit der Verbeamtung auf Widerruf um ihren Schutz und Ihre verschiedenen Möglichkeiten bemühen. Gerne helfen wir Ihnen dabei und unterstützen Sie umfassend.

Die beihilfekonforme Krankenversicherung (Restkostenversicherung) ist das A und O

Gesundheitsversorgung Familie mit Stethoskop
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Zollbeamte müssen sich auch in einem Dienstverhältnis genaue Gedanken über den richtigen Versicherungsschutz machen. Eine beihilfekonforme Krankenversicherung hat hierbei natürlich oberste Priorität. Zollanwärter können sich hierbei entscheiden, ob sie in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben wollen oder in die private beihilfekonforme Krankenversicherung eintreten möchten.

Der Dienstherr leistet für Zollbeamte und Zollanwärter besondere Fürsorge

Die private beihilfekonforme Krankenversicherung bietet sich für Zollanwärter an, da die Beamten des Bundes in der gesetzlichen Krankenkasse keinen Zuschuss zum Krankenversicherungsbeitrag vom Dienstherrn erhalten. Somit zahlt ein Beamter auf Widerruf in einer gesetzlichen Krankenkasse immer den vollen Beitrag allein.

Zollanwärter haben einen Beihilfeanspruch

Versichern Sie sich als Zollanwärter hingegen in einer privaten beihilfekonformen Krankenversicherung besteht ein Anspruch auf Beihilfe des Dienstherrn. In diesem Fall beteiligt sich Ihr Dienstherr mit mindestens 50 Prozent an Ihren tatsächlichen Krankheitskosten. Die verbleibenden Restkosten müssen Sie über eine so genannte Restkostenversicherung versichern und dem Dienstherren gegenüber nachweisen.

Auch während der Ausbildung, also dem Status Beamter auf Widerruf, übernimmt der Dienstherr gegenüber seinen Zollanwärtern eine besondere Fürsorge. Bund und Länder stehen den Beamten im Krankheitsfall zur Seite. Die Beihilfe wird über die jeweiligen Beihilfestellen abgerechnet und dem Beamten ausgezahlt. Je nach Familienstand trägt die Beihilfe 50 Prozent der medizinisch notwendigen Aufwendungen für den Beamten und bis zu 80 Prozent für seine Angehörigen wie Ehepartner und Kinder. Die verbleibenden 20 bis 50 Prozent muss der Beamte mit einer – Restkostenversicherung oder auch beihilfekonformen Krankenversicherung abdecken.

Tatsächlich ist dies eine private Krankenversicherung, die in Teilen die Restkosten abdeckt, die der Dienstherr nicht zahlt, aber auch die gewünschten Mehrleistungen berücksichtigt. Sie wird deshalb Restkostenversicherung genannt. Grundsätzlich kann man sich als Zollanwärter auch bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern, diese gibt es aber nur mit einem Versicherungsschutz von 100 Prozent und nicht nur als ergänzende Leistung zur Beihilfe des Dienstherrn. In diesem Fall verfallen die Ansprüche auf Beihilfe. Die private beihilfekonforme Krankenversicherung / Restkostenversicherung ist also in fast jedem Falle die günstigere Variante und bietet viele Zusatzleistungen.

Schließen Sie vor Ausbildungsbeginn Ihre Restkostenversicherung ab

Als Beamtenanwärter beim Zoll sollten Sie vor dem Diensteintritt eine Restkostenversicherung abschließen und die gesetzliche Pflegeversicherung ebenfalls. Für beihilfeberechtigte Angehörige, die nicht selbst versichert sind, benötigen Sie gegebenenfalls ebenfalls eine Restkostenversicherung.

Die Leistungen der Restkostenversicherung für Anwärter beim Zoll

Neben den günstigeren Beiträgen bieten die private beihilfekonforme Krankenversicherung in vielen Bereichen bessere Leistungen an. Im Falle eines Krankenhausaufenthaltes kann ein Zollbeamter auf Wunsch ein Einbettzimmer oder Zweibettzimmer mit Chefarzt für einen sehr geringen Beitrag versichert.

Es bestehen zwischen den verschiedenen Angeboten der privaten beihilfekonformen Krankenversicherungen für Beamtenanwärter beim Zoll große Preis- und Leistungsunterschiede. Es ist empfehlenswert vor der Entscheidung für einen Anbieter die großen fünf Versicherer zu vergleichen und nach den eigenen Wünschen zu entscheiden welcher Anbieter am besten zu einem passt. Viele Vergleichsportale oder Makler können nicht auf alle relevanten Anbieter zugreifen, weshalb sich Zollanwärter selbst bei den bedeutenden Spezialversicherern für Beamte umhören sollten. Wichtig ist in jedem Fall auf die Größe des Kollektivs zu achten, also wie viele Beamte sind bereits bei dem jeweiligen Anbieter versichert. Wir empfehlen keinen Versicherer mit weniger als 400.000 Beamte in Betracht zu ziehen, obwohl man bei 50.000 versicherten bereits von einem Kollektiv sprechen kann. Die Größe des Kollektivs ist entscheidend für die Stabilität der Beiträge.

Welche Leistungsvorteile bietet die private beihilfekonforme Krankenversicherung für Zollbeamte?

Die Leistungsvorteile der Restkostenversicherung gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen sind deutlich. Im Gegensatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung erhalten die privaten Krankenversicherungstarife z.B. eine Kostenerstattung für die professionelle Zahnreinigung, sehr gute Leistungen bei Zahnersatz und Sehhilfen werden ebenfalls erstattet. Heilpraktiker sind in den Versicherungen für Zollanwärter ebenso inkludiert.

Eine Besonderheit für Zollanwärter in der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung (PKV) ist die jährliche Beitragsrückerstattung oder auch BRE genannt. Die besten Krankenversicherungen für Beamte erstattet einen Teil Ihrer Monatsbeiträge zurück, wenn im Laufe eines Kalenderjahres keine Leistungen wegen Krankheiten eingereicht wurden, d.h. empfohlene Schutzimpfungen und Vorsorgeuntersuchungen wirken sich nicht negativ aus. In den Ausbildungstarifen zahlen die guten Versicherer für Zollanwärter 50% der gezahlten Beiträge für die Krankenversicherung zurück. Es lohnt sich also kleinere Rechnungen zu sammeln und erst selber auszulegen, um die höhere BRE zu erhalten.

Die Beiträge der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung für Zollbeamte auf Probe nach der Anwärterzeit beim Zoll sollten ebenfalls erfragt werden. Die monatlichen Beiträge der Krankenversicherung können sich bis zum Ende Ihrer Anwärterzeit noch verändern, dennoch ergibt sich hierdurch ein weiterer Vergleich zwischen den Versicherern und die späteren Beiträge aus heutiger Sicht geben ein gutes Gefühl. Es hilft Ihnen nicht, wenn Ihr Tarif während der Anwärterzeit im Monat ein 1-2 Euro günstiger ist, als ein Mitbewerber, aber Sie nach der Anwärterzeit deutliche mehr zahlen müssen, als die Kosten bei einem guten Anbieter liegen.

Sollten Sie als Zollbeamter nach der Anwärterzeit gesundheitlich fit sein und keine weiteren Vorerkrankungen haben, ist der Wechsel der Krankenversicherung noch möglich. Einige Diagnosen können allerdings zu Mehrbeiträgen oder sogar zu einer Ablehnung führen. Wenn Sie während Ihrer Anwärterzeit beispielsweise eine schwere Verletzung beim Sport erleiden, wird sich der Wechsel in eine andere Restkostenversicherung mit großer Wahrscheinlichkeit teurer und damit uninteressanter. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert von Beginn an auch auf die Beiträge nach der Anwärterzeit zu achten.

Fazit:

Für Beamtenanwärter beim Zoll lohnt sich in den meisten Fällen der Wechsel in die private Krankenversicherung, da nur dann einen Anspruch auf die Beihilfe des Dienstherrn besteht. Die Beihilfe übernimmt einen Teil der Krankheitskosten für Zollanwärter und Zollbeamte, sodass nur die Restkosten abgesichert werden müssen. In der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) hingegen muss immer der volle Beitrag gezahlt werden, da es eine prozentuale Absicherung nicht gibt.

Die Restkostenversicherungen für Zollbeamte auf Widerruf gibt es zu speziellen Anwärtertarif zu vergünstigten Beiträgen, da noch keine Altersrückstellungen gebildet werden. Trotz dessen muss auf keine Leistungen einer privaten Krankenversicherung verzichtet werden.

Private Haftpflicht und Diensthaftpflichtversicherung

Die private Haftpflicht gehört zu den wichtigsten Versicherungen, die vor existenzbedrohenden Vorfällen schützen können. Daher ist der Abschluss einer Haftpflicht für jeden Zollmitarbeiter ein absolutes Muss, Zollanwärter sind ggf. noch über Ihre Eltern in der Familienversicherung abgesichert. Sind aber die Eltern keine Beamten fehlt ein wichtiger Baustein, die Dienst- oder auch Amtshaftpflichtversicherung. Gerade Schäden in Ausübung des Dienstes können teuer werden. Informieren Sie sich hier welche Absicherung am besten zu Ihnen passt:

Dienstunfähigkeit als wichtige Versicherung

Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist ein elementar wichtiger Bestandteil des benötigten Versicherungsschutzes für Zollbeamte bzw. vor allem für Zollanwärter. Wenn der Dienst auf Grund einer Erkrankung oder eines Unfalles nicht mehr ausgeübt werden kann, werden sich schnell die Fragen nach der finanziellen Absicherung auftun. Durch diese Versicherung werden vom ersten Tag an Zahlungen geleistet und die persönliche Existenz kann hierdurch vollkommen gesichert werden. Eine klassische Erwerbsminderungsrente oder Berufsunfähigkeitsversicherung reichen in den meisten Fällen nicht aus, um den eigenen Lebensstandard zu sichern und um die weiterlaufenden Kosten bezahlen zu können. Weitere Informationen zur richten Absicherung gegen die Folgen einer Dienstunfähigkeit und die Versorgungsansprüche von Beamten gegenüber ihrem Dienstherr finden Sie hier:

Versichern Sie sich umfassend

Wenn Sie sich gerne umfassend versichern wollen, dann sollten Sie natürlich die Möglichkeit nutzen und die verschiedensten Versicherungen berücksichtigen und vergleichen. Schnell werden Sie eine beratende Hand brauchen. Diese Hand reichen wir Ihnen sehr gerne. Denn wir sorgen für die passenden Versicherungen auch in ihrem Fall. All unsere Leistungen beziehen sich nicht nur auf den allgemeinen Versicherungsschutz, sondern auf die Bedürfnisse, die Sie benötigen. Lassen Sie sich beraten und bringen Sie auch gerne bestehende Versicherungen mit. Wir werfen einen Blick darauf und helfen Ihnen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Beihilfe wird durch die Beihilfestellen der Bundesländer oder des Bundes erbracht und funktioniert seit vielen Jahrzehnten sehr professionell. Wird eine medizinische Behandlung notwendig, reicht der Beamte die Rechnung des Arztes, des Krankenhauses oder des Apothekers bei seiner Beihilfestelle ein. Diese erstattet dann entsprechend der jeweiligen Beihilfeverordnung auf das private Konto des Beamten. Der Beamte kann zeitgleich einen Antrag auf Erstattung bei seinem privaten Versicherer, ggf. sogar schon über eine App (Hamburg und Bund), stellen und sich die Restkosten ebenfalls erstatten lassen. Die Einreichung muss aber nicht erfolgen, da einige Krankenversicherungen Beitragsrückerstattungen bei Leistungsfreiheit anbieten und es sich ggf. lohnt, Rechnungen zu sammeln, bis der zu erwartende Betrag der Rückerstattung überschritten ist. In den Ausbildungstarifen zahlen einige Versicherer 50% der gezahlten Beiträge zurück, wenn keine Leistungen erbracht wurden. Die DBV zahlt sogar eine Beitragsrückerstattung, wenn Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen abgerechnet wurden.

Die Leistungen der Beihilfestelle und der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung dürfen in keinem Bundesland und auch nicht im Bund 100 Prozent übersteigen.

Der jeweilige Dienstherr gewährt Beamten sowie deren berücksichtigungsfähigen Angehörigen eine finanzielle Unterstützung im Krankheitsfall (ebenso bei Vorsorge, Impfungen und Geburtsfällen), die sogenannte Beihilfe. Die ledigen Beamten bekommen grundsätzlich 50 Prozent Beihilfe, EhepartnerInnen 70 Prozent und Kinder 80 Prozent Beihilfe. Diese Regelung gilt nicht für Hessen und Bremen. Für Beamte ist daher eine private Restkostenkrankenversicherung (beihilfekonforme Krankenversicherung) zur Ergänzung auf 100 Prozent die richtige Wahl. Möglich ist für alle Beamte ebenfalls der Basistarif. Die wichtigsten Beamtenversicherer haben sich verpflichtet, Beamtenanwärter und Beamte auf Probe zu erleichterten Bedingungen aufzunehmen. Bestimmte Beamte, wie z. B. Polizeivollzugsbeamte und Feuerwehrbeamte, haben in den meisten Bundesländern während ihrer aktiven Dienstzeit Anspruch auf die Heilfürsorge. Für Soldaten der Bundeswehr besteht mit der truppenärztlichen Versorgung ein besonderer Anspruch.

Darunter wird die vollständige Übernahme von Krankheitskosten (ebenso Vorsorge, Schutzimpfungen und Geburtsfälle) durch den Dienstherrn verstanden. Die Heilfürsorge des Dienstherrn ersetzt in diesem besonderen Fall die GKV oder PKV. Ehepartner oder Kinder können in der Heilfürsorge nicht untergebracht werden, sie haben jedoch einen Beihilfeanspruch wie die Angehörigen anderer Beamtengruppen. Mit der Pensionierung oder der Dienstunfähigkeit und dem daraus folgendem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst erlischt der Anspruch auf Heilfürsorge. Mit dem Beginn der Pensionierung besteht dann ein Beihilfeanspruch, in den meisten Fällen von 70%, der für den verbleibenden prozentualen Anteil mit einem privaten Restkostentarif auf 100 Prozent aufgefüllt werden muss. Heilfürsorgeberechtigte Beamte sollten bereits mit Beginn ihres Heilfürsorgeanspruches eine Anwartschaftsversicherung auf die beihilfekonforme Krankenversicherung abschließen. In der Regel wird dies in Verbindung mit der Pflegepflichtversicherung gemacht. Bei der Wahl der Anwartschaft stehen rund 40 Versicherer in Deutschland zu Verfügung, wovon aber nur eine Hand voll in der Lage ist, die notwendige Sicherheit auch über Jahrzehnte zu bieten. Neutrale oder gar unabhängig Beratung ist am Markt leider kaum zu finden. Aus diesem Grund empfehlen wir, sich von den großen fünf Spezialversicherern für Beamte Angebote erstellen zu lassen und zu vergleichen. Selbst die großen Vergleichsportale haben nicht alle Versicherer im Zugriff. Die beiden größten Versicherer für den Öffentlichen Dienst arbeiten nicht mit Vergleichsportalen oder Maklern zusammen.

Für Beamtenanwärter und Beamtenanwärterinnen, also Beamte auf Widerruf, gibt es besonders günstige Ausbildungsbeiträge. Der Leistungsumfang unterscheidet sich nicht von den Normaltarifen für Beamte. Der günstige Beitrag wird von den Versicherern angeboten, da noch keine Altersrückstellungen gebildet werden müssen. Dies erfolgt erst mit der Verbeamtung auf Probe, also nach dem Referendariat oder einer anderen Ausbildung. Der Beitrag für diese Tarife liegt deutlich unter dem Beitrag für die GKV. Als Beamtenanwärterin oder Beamtenanwärter müssen Sie sich vor Beginn der Ausbildung oder des Referendariats entscheiden, ob die freiwillige Mitgliedschaft in der GKV oder die beihilfekonforme Krankenversicherung die passende Lösung ist.

Bei der Wahl des beihilfekonformen Krankenversicherers ist neben den Beiträgen als Anwärter auch bzw. gerade der danach geltende Beitrag und die Größe des Versichertenkollektivs relevant.

Sollte nach dem Ausbildungsende keine Übernahme ins Beamtenverhältnis erfolgen, ist die Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse nur unter diesen Voraussetzungen möglich:

  •  Aufnahme eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses
  • Eintritt in die Familienversicherung des Partners

Sollte beides nicht möglich sein, muss innerhalb von sechs Monaten nach Wegfall des Beihilfeanspruches der Versicherungsschutz auf 100 Prozent aufgestockt werden, um keine Lücke im Versicherungsschutz zu haben. Eine Gesundheitsprüfung bei der erneuten Aufnahme einer verbeamteten Tätigkeit wird hierdurch ebenfalls vermieden.

Bei Eintritt in die GKV sollte in jedem Fall eine Anwartschaftsversicherung, die zwischen 1 und rund 10 Euro im Monat kostet, abgeschlossen werden, damit keine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich ist.

Die richtige private beihilfekonforme Krankenversicherung

In einer privaten beihilfekonformen Krankenversicherung bestehen neben der Möglichkeit die Beihilfe des Dienstherrn zu erhalten auch viele weitere Vorteile:

  • schnellere Terminvergabe bei allen Ärzten
  • freie Medikamentenvergabe ohne Budgetierung
  • vertraglich vereinbarte Leistungen beim Versicherer
  • Beitragsrückerstattung von der Krankenversicherung bei Leistungsfreiheit*

*Einige Versicherer zahlen die Beitragsrückerstattung auch bei Inanspruchnahme von   Leistungen für Vorsorge und Schutzimpfungen, andere zahlen in diesem Fall keine Beitragsrückerstattung.

Auch Referendarinnen und Referendare, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sowie Beamtenanwärterinnen und Beamtenanwärter haben einen Anspruch auf Beitragsrückerstattung. Es stellt sich also nicht die Frage, ob es sinnvoll ist, die Beihilfe in Anspruch zu nehmen und sich privat zu versichern, sondern welche Krankenversicherung und welcher Tarif am besten geeignet ist.

Jeder Mensch hat einen anderen Versicherungsbedarf, weshalb pauschale Angebote komplett falsch sind. Erst auf Grundlage einer guten und ausführlichen Beratung sowie Prüfung der Krankenakte kann ein passendes Angebot erstellt werden. Theoretisch gibt es rund 40 Versicherungsgesellschaften die Beamte krankenversichern können, diese Anzahl reduziert sich nach kurzer Prüfung aber schnell auf rund fünf Gesellschaften, denn bei den übrigen Gesellschaften sind die Kollektive zu klein, um langfristige Sicherheit zu geben.

Die Beihilfe zur privaten beihilfekonformen Krankenversicherung

Eine private beihilfekonforme Krankenversicherung lohnt sich für verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer sowie Anwärterinnen und Anwärter vor allem aufgrund der Beihilfe des Dienstherrn. Für eine 100%íge private Krankenversicherung muss ein Beamter nur einen 50%igen Beitrag zahlen.

Unterschiedliche Regelungen bei der Beihilfe der Bundesländer und des Bundes

Grundsätzlich haben eine verbeamtete Lehrerin oder ein verbeamteter Lehrer die freie Wahl zwischen der gesetzlichen und der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung.

Der Dienstherr beteiligt sich mit mindestens 50% an den tatsächlich entstehenden Krankheitskosten, Kosten für Vorsorge, Schutzimpfungen und Geburten, die anderen 50% müssen privat versichert werden. Einige Bundesländer (Bremen, Hamburg, Berlin, Brandenburg und Thüringen) übernehmen auch 50% der Kosten einer gesetzlichen Krankenversicherung, jedoch zahlt ein Beamter mit einer Besoldung ab A10 deutlich mehr als in der beihilfekonformen Krankenversicherung und es sind schlechtere medizinische Leistungen versichert. Die pauschale Beihilfe ist nur für wenige Beamte eine echte Alternative, hierzu zählen schwer erkrankten Beamte, Geringverdiener und Teilzeitkräfte.

Für die meisten Beamten liegt die Beihilfe bei genau 50%. Die Beihilfebemessungssätze bestimmen hier jeweils, mit wieviel Beihilfe sich der Dienstherr an den entstehenden Krankheitskosten beteiligt.

Je nach Bundesland und Familienstand gelten unterschiedliche Regelungen. Gerade Familien mit Kindern profitieren von den Beihilfeverordnungen der Bundesländer. Je nach Bundesland gibt es einen höheren Beihilfesatz für das jeweilige Kind (z.B. 80 %) oder alle versicherten Personen (z.B. 5% Zuschlag je weiterer beihilfeberechtigter Person). So bekommen Beamte mit zwei Kindern z.B. in Bremen 60% Beihilfe und in Niedersachsen sogar 70%.

Die Beiträge der beihilfekonformen Krankenversicherung orientieren sich nicht am Einkommen des Beamten, sondern am gewählten Versicherungsschutz, dem Eintrittsalter und dem Gesundheitszustand bei Abschluss des Vertrages. Eine spätere Beitragsanpassung wegen Verschlechterungen des Gesundheitszustandes oder des Alters ist nicht möglich. Es gilt in der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung der Grundsatz, dass der Beitrag langfristig günstiger ist, je eher man sich versichert.

Die Vor- und Nachteile der privaten Krankenversicherung

Für verbeamteter Lehrerinnen und Lehrer hat die private beihilfekonforme Krankenversicherung nur Vorteile, abgesehen von dem kleinen Verwaltungsaufwand, den man damit hat, die Rechnungen der Ärzte zu begleichen bzw. an die Beihilfe und dem Versicherer zu senden. Dieser Verwaltungsaufwand für Beamte verringert sich gerade deutlich, da alle großen Versicherer und bereits mehrere Beihilfestellen die Abrechnung bequem per App anbieten.

Bessere und vertraglich festgeschriebene Leistungen als in der gesetzlichen Krankenversicherung sind nur zwei relevante Vorteile für Lehrerinnen und Lehrer in der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung. Der Beitrag liegt bei nur rund der Hälfte und man bekommt deutlich schneller Termine bei den Ärzten, die sich ebenfalls über neue Privatpatienten freuen.

Hier nochmals die relevanten Vor- und Nachteile für verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer im Vergleich:

Vorteile der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung:
  • bessere Leistungen als in der gesetzlichen Krankenversicherung
  • deutlich günstigerer Beitrag dank der Beihilfe
  • keine Budgetierung, hierdurch freie Medikamentenvergabe durch die Ärzte
  • schnelle Terminvergabe bei den Ärzten
  • Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit
Nachteile der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung:
  • Gesundheitsprüfung vor Vertragsbeginn
  • Eingeschränkte Wechselmöglichkeit zurück in die gesetzliche Krankenversicherung

Garantierte Leistungen in der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung

In allen gesetzlichen Krankenkassen variieren die Leistungen nach den Änderungen durch den Gesetzgeber. Mehr als 90% der Leistungen sind festgeschrieben und nur wenige Zusatzleistungen können die einzelnen Krankenkassen selbst bestimmen. In den privaten beihilfekonformen Krankenversicherungen bleiben die bei Vertragsabschluss vereinbarten Leistungen garantiert bis zum Vertragsende oder einer gewünschten Vertragsumstellung erhalten.

Leistungen sind bei Krankenversicherungen individuell wählbar. Die Entscheidung, welche Leistung inkludiert werden soll, ist gut zu überlegen, denn zum einen hat jede Zusatzleistung einen direkten Einfluss auf den Beitrag, zum anderen aber eben auch auf den Versicherungsschutz, der eventuell auch erst in 20 oder vielleicht sogar 50 Jahren wirklich wichtig wird. Gute Versicherungen bieten allerdings auch später noch über sogenannte Optionen die Möglichkeit an, den Versicherungsschutz ohne Gesundheitsprüfung zu erweitern.

Welche Leistungen sollten in jedem Fall enthalten sein?
  • Freie Medikamentenwahl
  • Offener Hilfsmittelkatalog
  • Höchstsätze Arzthonorare
  • Stationäre Psychotherapie
  • Zahnarztleistungen
Welche Leistungen können wichtig werden?
  • Ambulante Psychotherapie
  • Kurleistungen
  • Freie Krankenhauswahl
  • Privatarztbehandlung im Krankenhaus
  • Pflegeergänzungstarife
Welche Leistungen kann man noch vereinbaren?
  • Leistungen über die Gebührenordnung der Ärzte hinaus
  • Krankenhaustagegeld
  • Sehhilfen (Brillen, Kontaktlinsen, Laserbehandlungen)
  • Beitragsentlastungen im Alter
  • Heilpraktikerbehandlung

Die private beihilfekonforme Krankenversicherung ist für Beamte in der Regel deutlich günstiger als die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse. Beamte haben fast ausnahmslos einen Anspruch auf Beihilfe des Dienstherrn an den tatsächlich entstehenden Krankheitskosten, Vorsorgeuntersuchungen, Schutzimpfungen und Geburten. Der Dienstherr übernimmt einen festgelegten Prozentwert der anfallenden Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen oder auch Medikamente.

In der Regel erhält ein lediger Bundesbeamter eine Beihilfe von 50 Prozent, d.h. der Dienstherr erstattet ihm die Hälfte seiner anfallenden Krankheitskosten. Auf Grund des Pflichtversicherungsgesetzes benötigt der Beamte daher eine private beihilfekonforme Krankenversicherung oder auch Restkostenversicherung genannt. Diese Krankenversicherung trägt die Hälfte seiner Gesundheitskosten, die nicht von der Beihilfe abgedeckt sind. Diese Darstellung ist sehr vereinfacht, beschreibt die Situation für Beamte aber sehr gut.

Beamte erhalten die staatliche Beihilfe

Die Höhe des Beihilfeanspruchs richtet sich nach der Bundesbeihilfeverordnung oder den jeweiligen Landesbeihilfeverordnungen. Es gibt somit 17 verschiedene Beihilfeverordnungen, auf die die beihilfekonforme Krankenversicherung abgestimmt werden muss.

Bundesbeamte mit maximal einem Kind erhalten eine Beihilfe von 50 Prozent der Krankheitskosten durch den Dienstherrn. Hat der Beamte zwei oder mehr Kindern steigt die Beihilfe auf 70 Prozent. Ehe- oder Lebenspartner von Beamten sind, wenn sie fest gelegte Einkommensgrenzen nicht überschreiten, ebenso beihilfeberechtigt wie die Kinder des Beamten. Für nicht erwerbstätige Ehepartner erhalten Bundesbeamte eine Beihilfe von 70 Prozent, für Kinder 80 Prozent. Bundesbeamte im Ruhestand erhalten ebenfalls 70 Prozent Beihilfe, wodurch die Kosten für die beihilfekonforme Krankenversicherung für Pensionäre sinken.

Privat beihilfekonform versicherte Beamtinnen erhalten ein Mutterschaftsgeld

Für Frauen mit einer privaten beihilfekonformen Krankenversicherung kann beim Bundesversicherungsamt ein einmaliges Mutterschaftsgeld von bis zu 210 Euro beantragt werden. Vom Dienstherrn erhalten sie zusätzlich ihr Nettogehalt abzüglich einer Summe von 13 Euro pro Kalendertag im Zeitraum der Mutterschaft.

Die Beihilfe der Landesbeamten ist in den Verordnungen der 16 Bundesländer geregelt. Es gibt eine bunte Vielfalt an Beihilfeansprüchen, bis hin zur pauschalen Beihilfe in einigen Bundesländern, die sich aber nur für schwer Kranke, Teilzeitbeamte und Beamte in niedrigen Besoldungsgruppen lohnen kann. Zum Beispiel zahlt die Beihilfe in Baden-Württemberg für die Erstausstattung von neugeborenen Kindern pauschal 250 Euro, in Nordrhein-Westfalen aber nur 170 Euro. In vielen Bundesländern werden keine Wahlleistungen wie ein Einbettzimmer, ein Doppelzimmer, die freie Krankenhauswahl oder die Behandlung durch den Privatarzt übernommen. In Bayern können Beamte diese Leistungen in Anspruch nehmen, zahlen dafür aber 33 Euro am Tag im Krankenhaus selbst.

Die private beihilfekonforme Krankenversicherung muss regelmäßig angepasst werden.

Ändert sich der Beihilfesatz des Beamten, zum Beispiel durch die Geburt eines Kindes oder eine Scheidung, muss der private Krankenversicherungsschutz entsprechend angepasst werden, so dass die Gesamtleistung immer bei 100% liegt. Auch ein Bundeslandwechsel kann einen Bedarf an Anpassung auslösen. Um die Versorgungslücke der Beihilfe zu schließen, können Beamte bei ihrem Krankenversicherer einen sogenannten Beihilfeergänzungstarif abschließen.

Die Vorteile der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung

Beihilfeversicherungen bieten Beamten die Vorteile eines privaten Versicherungsschutzes und eines kompletten Privatpatientenstatus beim Arzt. Bei einem Krankenhausaufenthalt hat der Beamte den Status eines Privatpatienten, d.h. Beamte werden je nach gewähltem Tarif im Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer untergebracht und auf Wunsch vom Privatarzt behandelt.

Viele beihilfekonforme Krankenversicherer zahlen alternativmedizinische Behandlungen bei einem Heilpraktiker oder Arzt für Naturheilkunde. Diese Leistungen müssen sich gesetzlich versicherte Beamte bei einer Zusatzversicherung einkaufen oder selbst zahlen.

Für Bundesbeamte und Landesbeamte ist daher eine private beihilfekonforme Krankenversicherung die beste Wahl und objektiv betrachtet alternativlos. Beamte zahlen deutlich weniger für ihren Versicherungsschutz in den beihilfekonformen Tarifen als etwa ein Selbstständiger, der 100% der Kosten mithilfe seiner privaten Krankenvollversicherung versichert.

Die Anwärtertarife für Beamte in Ausbildung zeichnen sich durch besonders günstige Beiträge aus, da hier keine Alterungsrückstellungen gebildet werden müssen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Beamtenausbildung (Beamter auf Widerruf) wird der Tarif des Beamtenanwärters ohne eine erneute Gesundheitsprüfung in eine normale beihilfekonforme Krankenversicherung umgewandelt und die notwendigen Altersrückstellungen werden gebildet. In dieser Phase spricht man von einem Beamten auf Probe. Mit der Verbeamtung auf Lebenszeit ergibt sich keine besondere Veränderung im Rahmen der Beihilfe, aber ab diesem Zeitpunkt steht dem Beamten die Mindestversorgung bei Dienstunfähigkeit zu.

Gesetzliche Krankenversicherung für Beamte

Durch das SGB (Sozialgesetzbuch) sind Beamte von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreit. Dies bedeutet, Beamte haben die freie Wahl zwischen einer privaten beihilfekonformen Krankenversicherung und einer gesetzlichen Krankenkasse. Entscheidet sich der Beamte gegen die private beihilfekonforme Krankenversicherung, so muss er sich gesetzlich krankenversichern. In den seltensten Fällen ist dieses objektiv betrachtet sinnvoll. Im Gegensatz zu normale Angestellten müssten Beamte den vollen Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenkasse ohne einen Arbeitgeberanteil selbst zahlen. In den Bundesländern Bremen, Hamburg, Berlin, Brandenburg und Thüringen gibt es die wieder eingeführte pauschale Beihilfe seit neuestem. Die pauschale Beihilfe lohnt sich aber nur für schwer erkrankte Beamte, Beamte in Teilzeit und Beamte in niedrigen Besoldungsgruppen (<A10).

Heilfürsorge für Beamte mit hoheitlichen Aufgaben/im Sicherheitsbereich

Beamte mit hoheitlichen Aufgaben oder gefährlichen Tätigkeiten sind bis zur Pensionierung oder der vorzeitigen Entlassung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit nicht beihilfeberechtigt. Für diese Beamten zahlt der Staat die Heilfürsorge, also 100% der entstehenden Kosten für Krankheiten, Vorsorge, Schutzimpfungen oder Geburten. In diesen Bereich fallen Polizisten, Feuerwehrleute und Soldaten. Angehörige (Ehe- und Lebenspartner sowie Kinder) von Heilfürsorgebrechtigten haben einen Anspruch auf Beihilfe, wie auch Beamte, wenn sie pensioniert werden.

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