Anwartschaftsversicherung

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Haben Sie das Gefühl, Sie benötigen eine spezielle Versicherung, z.B. Ihre Zusatz Krankenversicherung, nicht mehr? Haben Sie einfach momentan kein Bedürfnis diese Versicherung zu behalten oder benötigen das Geld für den monatlichen Beitrag woanders? Kündigen kommt aber auch nicht in Frage?  Dann ist eine Anwartschaft Ihre Lösung. Gerne stellen wir Ihnen die Anwartschaftsversicherung vor und helfen Ihnen, die wichtigsten Aspekte der Anwartschaftsversicherung zu verstehen. Natürlich steht Ihnen unser gesamtes Team zur Verfügung und berät Sie gerne.

Was ist eine Anwartschaft?

Eine Anwartschaftsversicherung greift dann, wenn man seinen privaten Versicherungsschutz für eine bestimmte Zeit nicht mehr benötigt. Dank der Anwartschaft muss man das Versicherungsverhältnis in so einem Fall nicht beenden und später wieder neu beantragen, da dank dieser Versicherung die ursprünglich festgelegten Rechte und Pflichten der Partner nur ruhen. Der Versicherer verpflichtet sich hierbei, dem Versicherungsnehmer nach der sogenannten „Anwartschaftszeit“  zu den gleichen Tarifen, Konditionen und Bedingungen und ohne eine erneute Gesundheitsprüfung wieder in der privaten Krankenversicherung (PKV) zu versichern. Durch die Anwartschaft fällt für den Versicherungsnehmer für diese „Reservierung“ nur ein stark reduzierter Anwartschaftsbetrag an und evtl. Aufgelaufene Altersrückstellungen gehen nicht verloren. So bewirkt die Versicherung auch, dass ein weit im Voraus bestimmter Versicherungsschutz ab einem viel späteren Zeitpunkt zugesagt wird, auch wenn sich der Gesundheitszustand des Versicherten nach Abschluss des Vertrages, aber vor Beginn der eigentlichen Versicherungspflicht, verschlechtert.

Für wen eignet sich die Anwartschaftsversicherung?

Die Anwartschaft ist sinnvoll, wenn sich für eine gewisse Zeit die Lebensbedingungen ändern. Muss man zum Beispiel vorübergehend ins Ausland ziehen oder sich in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichern, so ist eine Anwartschaftsversicherung sinnvoll – wenn eine Rückkehr zur privaten Krankenversicherung (PKV) nicht ausgeschlossen ist. Hier eine Übersicht, wann eine Anwartschaftsversicherung möglich ist, nämlich für die Dauer
  • einer Krankenversicherungspflicht ohne Befreiungsmöglichkeit,
  • des Anspruchs auf Familienhilfe,
  • des Anspruchs auf freie Heilfürsorge,
  • einer außergewöhnlichen Notlage,
  • eines längeren Auslandsaufenthaltes,
  • einer Arbeitslosigkeit,
  • einer Stellenlosigkeit.
Sinnvoll erscheint die Versicherung auch bei Beamten oder bei Angestellten im öffentlichen Dienst. Es gibt einige Versicherungen, die man unbedingt mit der Anwartschaftsversicherung betrachten sollte. Dazu gehören auch die verschiedenen Krankenversicherungen oder auch die Zusatzversicherungen. Beim Abschluss einer Anwartschaftsversicherung bleiben die Konditionen dieser Versicherungen erhalten. Jedoch müssen Sie in diesem Fall keine Beiträge mehr zahlen. Das kann viele Vorteile mit sich bringen. Gerade in schlechten Zeiten kann man diese Versicherung besonders gut gebrauchen. Sie sollten also über einen Abschluss nachdenken.

Was beinhaltet die Anwartschaftsversicherung?

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Die Anwartschaftsversicherung bietet für Privatversicherte einige Vorteile, da sich für sie daraus gewisse Ansprüche ableiten. So kann die Anwartschaftsversicherung später zu einer regulären Krankheitskostenvollversicherung umgewandelt werden. Bei dieser Umwandlung wir dann das ursprüngliche Eintrittsalter zugrunde gelegt. Darüber hinaus erfolgt keine neue Risikoprüfung und die Dauer der Anwartschaftsversicherung wird auf die Wartezeit des gewählten Versicherungstarifs angerechnet.

Die Ruheversicherung für finanzielle Notlagen

Das Leben steckt voller faszinierender Überraschungen, die man natürlich auch als Beamter oder Angestellte im öffentlichen Dienst bedenken sollte. Schneller als gewünscht kann man in eine solche Notlage gelangen. Deswegen sollte man unbedingt die Möglichkeit nutzen und die Anwartschaftsversicherung anwenden. Denn mit der Anwartschaftsversicherung lassen sich Notlagen überbrücken. Mit einer Anwartschaftsversicherung haben Sie die Möglichkeit, Ihre Versicherungen stillzulegen und trotzdem die Gelegenheit zu ergreifen auf die verschiedenen Leistungen zu blicken. Sie werden also nicht aus der Versicherung entlassen, sondern haben lediglich die Gelegenheit sich finanziell zu erholen, ohne eine Kündigung der Versicherung zu nutzen. Die Anwartschaftsversicherung hilft Ihnen dabei und wir helfen Ihnen, die Anwartschaftsversicherung abzuschließen. Es gibt verschiedene Anwartschaftsversicherungen, die Sie auch bei uns abschließen können. Dabei sollten Sie immer bedenken, welche Vorteile Sie erhalten und was für Sie selbst wichtig ist. Lassen Sie sich bestens versichern, auch wenn die Notlage vorhanden ist und vertrauen Sie der Anwartschaftsversicherung. Wir beraten Sie umfassend und lassen Ihnen gerne einen Kostenvoranschlag zukommen.    

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Anwartschaft oder auch Anwartschaftsversicherung ist eine Option auf eine beihilfekonforme Krankenversicherung. Sie bietet dem Beamten oder Studenten (Lehramtsstudenten) eine sehr wichtige Möglichkeit, um sich vor hohen Beiträgen in der Krankenversicherung aufgrund eines Unfalles oder Krankheitsfalles zu schützen.

 

Die Anwartschaftsversicherung sichert den aktuellen Gesundheitszustand ab, wodurch später hinzukommende Diagnosen/Krankheiten keine Auswirkungen mehr auf den Beitrag haben und die Ablehnung oder Rückstellung eines Antrags verhindert wird.

 

Gerade für Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstudenten, die noch an der Universität sind, Soldaten, Polizisten, Feuerwehrbeamte, Zollbeamte und Beamte der Justiz ist eine Anwartschaft unverzichtbar. Mit der Verbeamtung auf Widerruf erhalten dann Lehrerinnen und Lehrer sowie andere Beamte die Beihilfe. In diesem Moment kann die Anwartschaft aktiviert und zur beihilfekonformen Krankenversicherung werden. Selbstverständlich muss dies nicht getan werden und man kann zu diesem Zeitpunkt nochmals prüfen, welcher private beihilfekonforme Krankenversicherer die beste Lösung für einen bereithält.

 

Bei den Beamten im Sicherheitsbereich (Soldaten, Polizei, Feuerwehr, Zoll oder Justiz) wird die Anwartschaft mit Pensionierung aktiviert und so zur beihilfekonformen Krankenversicherung. In der Regel wird die Anwartschaft in diesem Bereich immer in Kombination mit der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung geführt.

 

Verunfallt oder erkrankt ein Beamter ohne Anwartschaftsversicherung bevor die private Krankenversicherung abgeschlossen wurde, ist eine Aufnahme oftmals nicht mehr oder nur mit Beitragszuschlägen möglich. Mit der Anwartschaftsversicherung ist jeder angehende Beamte und Heilfürsorgeberechtigte auf der sicheren Seite.

Wer eine kleine oder große Anwartschaftsversicherung braucht, lässt sich grundsätzlich pauschal sagen, dies ersetzt aber keine persönliche Beratung. Zeitsoldaten, Lehramtsstudierenden, Polizisten und Feuerwehrleuten bis zur Verbeamtung auf Lebenszeit reicht in der Regel die kleine Anwartschaftsversicherung. Berufssoldaten und alle Heilfürsorgeberechtigte, die auf Lebenszeit verbeamtet sind, sollten eine große Anwartschaftsversicherung wählen. Eine Umstellung von einer kleine auf eine große Anwartschaftsversicherung ist jederzeit möglich, sollte aber spätestens mit Mitte 30 umgesetzt werden. Anders als bei Berufssoldaten und Heilfürsorgeberechtigten sind Zeitsoldaten nach dem Dienstzeitende in der Regel nur vorübergehend privat beihilfekonform krankenversichert. Der Berufssoldat bleibt nach dem Ausscheiden aus dem Dienst, also als Pensionär, lebenslang privat beihilfekonform krankenversichert. Gleiches gilt für alle anderen Heilfürsorgebrechtigten bei Pensionierung oder vorzeitiger Entlassung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit.

Eine kleine Anwartschaftsversicherung garantiert dem Versicherten den Eintritt in den erst später benötigten privaten beihilfekonformen Krankenversicherungsschutz, auch bei Vorliegen gravierender Vorerkrankungen oder Wehrdienstbeschädigungen, sichert aber nicht das günstige Eintrittsalter.

Eine große Anwartschaftsversicherung bildet zusätzlich die notwendigen Alterungsrückstellungen im Vertrag, damit im Pensionsalter die Beiträge erheblich günstiger sind. Die große Anwartschaftsversicherung ist deshalb im Beitrag höher, reduziert aber für Pensionäre den Beitrag für die beihilfekonforme Krankenversicherung auf deutlich günstigeren Beiträgen.

Warum ein Berufssoldat eine große Anwartschaft benötigt, ist einfach zu beantworten. Berufssoldaten bleiben nach dem Dienstzeitende lebenslang privat beihilfekonform krankenversichert. Die Beiträge für eine beihilfekonformen Krankenversicherung müssen von Beginn der Pensionierung bis zum Tod gezahlt werden. Die große Anwartschaft reduziert die Beiträge als Pensionär erheblich und sichert somit das Langlebigkeitsrisiko ab.

Die große Anwartschaft kann auch für Zeitsoldaten interessant sein, wenn sie eine spätere Karriere als Berufssoldat oder Beamter in anderer Funktion anstreben.

Durch die große Anwartschaft verlagert der Versicherte seine Beitragslast der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung von der Phase als Pensionär in die Phase der aktiven Dienstzeit. Die Beiträge sind ggf. steuerlich absetzbar, so dass sich dies zusätzlich positiv auswirkt.

Durch eine Anwartschaft bei einer privaten Krankenversicherung bekommt ein Soldat den direkten Zugang zur preiswerten privaten Pflegepflichtversicherung. Diese ist für jeden Soldaten auf Zeit (SaZ) per Gesetz verpflichtend vorgeschrieben und erheblich preiswerter als eine Pflegepflichtversicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse.

Wird ein Soldat auf Zeit (SaZ) nach einer Einsatzverletzung gemäß Einsatzweiterverwendungsgesetz in den Status des Berufssoldaten versetzt, ist es möglich, die kleine Anwartschaftsversicherung direkt in eine große Anwartschaft umzustellen.

Eine große Sicherheit bringt die Anwartschaftsversicherung auch für Soldaten, die Kinder bekommen. Es besteht eine Nachversicherungsgarantie für die Kinder ohne Gesundheitsprüfung. So kann der Soldat mit einer Anwartschaft sein Kind problemlos und ohne Gesundheitsprüfung beihilfekonform restkostenversichern, selbst wenn das Kind mit einer schweren Erkrankung geboren wird.

Warum braucht ein Soldat eine Anwartschaftsversicherung?

Der Dienstherr der Soldaten, die Bundeswehr, empfiehlt in einem G1 Hinweis ausdrücklich: “ist dringend anzuraten, bereits von Beginn der Dienstzeit an eine Anwartschaft abzuschließen!” Warum ist das so?

Eine Anwartschaft oder auch Anwartschaftsversicherung ist die Grundlage für den Beitritt in eine günstige private Pflegepflichtversicherung. Beide Bausteine, also die Pflegepflichtversicherung für Beamte und die Anwartschaft, werden in einer Police gebündelt. Die Beiträge für eine Anwartschaft und Pflegepflichtversicherung sind erheblich preiswerter als eine Pflegepflichtversicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse.

 

Die Anwartschaft sichert einem Soldaten den unkomplizierten Zutritt zur beihilfekonformen Krankenversicherung als Pensionär bzw. zum Dienstzeitende eines SaZ. Ein ausscheidender SaZ hat grundsätzlich die Wahl, in die gesetzlichen Krankenkasse einzutreten oder in der Phase der Übergangsgebührnisse eine private beihilfekonforme Krankenversicherung abzuschließen. Um diese Option ohne Gesundheitsprüfung im höheren Alter mit ggf. schlechterem Gesundheitszustand zu haben, ist die Anwartschaft zwingend notwendig und kann dem Soldaten mehrere Tausend Euro Ersparnis bringen. Für einen SaZ ist in der Regel eine kleine Anwartschaft die richtige Wahl, für Berufssoldaten ist eine große Anwartschaft obligatorisch.

 

Wird ein Soldat auf Zeit (SaZ) im Einsatz so schwer verletzt, dass er gemäß Einsatzweiterverwendungsgesetz in den Status des Berufssoldaten wechselt, ist die Umstellung von einer kleinen in eine große Anwartschaft notwendig. Der Berufssoldat gehört grundsätzlich in das System der privaten beihilfekonformen Krankenversicherung. Durch Unfälle oder schwere Erkrankungen und ohne Anwartschaft ist der Eintritt in die beihilfekonforme Krankenversicherung zu Normalkonditionen nahezu unmöglich.

 

Die Basis einer Anwartschaft ist der „eingefrorene“ Gesundheitszustand bei Eintritt in die Anwartschaft, d.h. zum Zeitpunkt des Abschlusses der Anwartschaftversicherung. In der Regel sind gerade Soldaten zu diesem Zeitpunkt noch sehr jung und gesund, so dass mit keinen Einschränkungen zu rechnen ist. Bei einer Aktivierung der Anwartschaft entfällt die erneute Prüfung des Gesundheitszustandes, unerheblich welche Krankheiten in der Zwischenzeit erworben wurden. SaZ oder Berufssoldaten ohne Anwartschaft müssen dann zum Austritt aus dem aktiven Dienst eine Gesundheitsprüfung über sich ergehen lassen und zahlen dann mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit deutlich höhere Beiträge oder sind nicht mehr versicherbar.

 

Eine Anwartschaft bietet ein erhebliches Maß an Sicherheit für sehr wenig Geld.

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